Vollmond und Wildwald

WandelOasen – ein tolles Buch von Alexander Baltosee (Alander) als Handbuch für solidarische Dörfer und nachhaltige Kommunen.

Das werde ich noch einmal lesen und versuchen in meinem Wahlheimat Ort weiter als Info und Wissen von Alanders Erfahrungsschatz zu tragen.

Sein Buch Jamilanda ist ja schon von mir wissbegierig durchgelesen worden, als Alexander es zu mir „auf einen Kaffee“ brachte und persönlich sehr lieb mit einer Widmung versah und mit einem herrlichen Spaziergang und Gesprächen mit den Bewohnern hier vor Ort krönte. Das Buch steckt so voller ökoligenten Erfahrungen und Wissenschaften in Romanform leicht verständlich für JEDEN eingestrickt zugänglich, dass man sich ehrlich fragt, warum diesen Erfahrungs- und Wissensschatz niemand wirklich nützt bis auf Ausnahmen und eben die Menschen, die diese Dinge und Energietechnik und Agrar-Bewirtschaftung derart betreiben.

Leider habe ich dieses zukunftsweisende und für mich kostbare Buch verlegt nach der hin und her Umzieherei. Das ärgert mich, weil es persönlich so viel Aha-Momente und Anregung ausstrahlte zum Tun.

Nun, „Umzugskarton 795 C“ wird es vielleicht irgendwann wieder heraus spucken.

Was ich aber nicht versäumen möchte, Dir liebe(r) LeserIn zu erzählen:

Nachdem der Hohe Meißner Kreis und der Landkreis Kassel (also auch die Gemeinde Breuna mit Wettesingen) als Modell und Pilotprojekt ausgesucht wurden im Zusammenhang des Grünen Wandels hier in Hessen, ist es zur Zeit lukrativer für die Landwirte geworden, statt Pestizide nun Brachflächen, Ökowirtschaft zu betreiben und und Blühstreifen zu belassen.

Da viele der Landwirte über Jahrzehnte bewusst falsch geprägt und oftmals daher nicht mehr mit dem Herzen sehend sind, sondern blind mit der Geldbörse handelnd, mähen sie und mulchen sie die Grasränder in den Feldwegen schon im Juni in voller Pracht, ungeachtet ihren Lebens, völlig platt…

Das müssen sie noch lernen und die Regierung versäumt es, da auch hinreichend Umstellungswissen zu vermitteln!

Aber wie immer auch gute Neuigkeiten:

Der Wald, auf den wir sehen (der (!) Hänge mit Kisserling) ist seit 150 Jahren aus dem Schlagrecht heraus genommen und wurde nur noch als Hutungswald und bestimmte Zonen nur für Brennholz genützt.

(Ausnahme Krieg).

Vorher wurden da alte Buchen „auf Stockmaß“ gebracht, in denen sich heute Zwillings- oder gar Drillingsbäume aus dieser Pracht entfalteten oder neu sämten.

Seit ca. 50 Jahren ist der Wald (ok Wäldchen, aber besser als nichts!) nun aus der Gemeindewald-Wirtschaft heraus genommen worden und darf Wildwald sein.

Urwald deswegen nicht, weil „Ur“ ja beerntend abgeholzt wurde, Wildwald daher, da nichts mehr außer Hege und minimalste Pflege dort geschehen darf.

Der Dachs u. a. nimmt das zum Anlass, vom Feldweg bis zu den ersten bewachsenen Anhöhen den Berg auf südwestlicher Seite als gesamtes Dachs-Stadtgebiet über diese vielen Jahrzehnte ungestört unterirdisch zu bebauen…

So interessant…

Ich hoffe für die Natur, es bleibt so.

Der Mischwald Bestand dort, gut als Wildwald durch fehlende Bestrauchung zu erkennen, an den Rändern dann durch dorniges Strauchwerk nur geschützt und getarnt, ist gerade jetzt bei einer leisen Nachtwanderung mit Laterne mit dem ehemaligen Revierförster und Nabu Vorsitzenden wundervoll gewesen.

Wie eine Grotte oder Gebärmutter waren die hohen Äste über einem in dieser Waldszenerie verschlossen und die Lichtung des Wildwaldes obenauf war ein reines, wundervolles Vollmond-Theater von Oberlistingen her durch den Mond hell beleuchtet durch eine Waldrand Nische und von der anderen Seite sah man diffus in Nachtnebel herausragend im Tal unter uns weiter in der Ferne den Desenberg von Warburg-Daseburg beleuchtet durch den Eingang dieser viereckigen Mähwiese schräg gegenüber und für das Publikum diagonal aufeinander treffend genial inzeniert der Mond und der Desenberg sich verliebt anschauend und wir kleinen Menschen mitten auf der Wiesenlichtung als Zuschauer und Akteure gleichermaßen emotional mittendrin involviert.

Diese vollkommene Stille dort ist beängstigend und zugleich archaisch heimatgebend nah in mir tröstend erklungen. Mein Freund Mond und mein lieber Ehemann Rolf sowie der Wege kundige ehemalige Förster und einige bekannte und unbekannte Gesichter als Begleitung waren hier wie eine kleine Vollmondgemeinde dem Zauber dieser Nacht erlegen.

Die Lichter von Wettesingen und Oberlistingen, sowie ein paar Laternchen, die vorher als Orientierungspunkte und Raststellen zum gemeinsamen Reflektieren nach Alleingängen in der Nacht aufgestellt wurden, gaben zusätzlich aus jeder Himmelsrichtung kommend seitlich am Südosthang des Wildwald-Hügels immer von Weitem leicht durchscheinend zusätzlich den noch Unsicheren dann doch auch echte Orientierung und Sicherheit.

Einfach mal so ohne Grund und Ziel den Wald und sich selbst „empfinden und durchlaufen“, besonders intensiviert derart bei Vollmond, unserem Freund und Begleiter, dem Wächter und Wunscherfüller in der Nacht.

Ich werde es wieder tun diese sinnenreiche Vollmondwanderung!

Angeregt davon möchte ich auch wieder in einer lauen, sternenreichen Nacht mit dem Mond gemeinsam auf einer Liege mit Decken und Kissen ausstaffiert auf der Terrasse meines Hauses, am nun noch vertrauteren Wäldchen mit seinen Flora und Fauna Bewohnern, die Nacht mit den Sinnen pur nur erfassen, um derart wohl behütet und doch frei die „Nat-Ur“ wieder in mir und um mich herum als Einheit wohlvertraut zu vernehmen und mit diesem glücklichen Gefühl dann gut behütet unter dem Sternenzelt eingekuschelt und Mond beschienen, schlussendlich wohlig, doch sicher auch müde, einzuschlafen.

C.

©️®️CWG, 29.06.2018/05.07.2018

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Autor:

©®CWG = PESTIZIDFREIE REGION und OCULI & AURIS - GRÜNDERIN UND REPRÄSENTANTIN, HORTUSIANERIN, BLATA-ZWERGPUDEL & WARZENENTEN/HÜHNER FREUNDIN, ÖKO- DENKENDE, HANDELNDE UND SCHREIBENDE GEWISSENSCHAFTLERIN, BLOGGERIN, VERGIFTUNGSFOLGEERKRANKTE, TAUSCHBÖRSEN-FAN, OPTIMISTIN, MUTTER, STIMME DER NATUR!

Ein Kommentar zu „Vollmond und Wildwald

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