Das Selbe und das Gleiche, oder Ähnlichkeit und Einssein…

Das Selbe und das Gleiche, oder Ähnlichkeit und Einssein…

Es heißt ja, dass Menschen, die besonders innig in Liebe verbunden sind, sich über die Jahre immer ähnlicher werden. Diese Beobachtung kann ich nur bestätigen. 

Dazu plaudere ich nun aus meinem eigenen Nähkästchen:

Mein Mann, Rolf, ist ein sehr pragmatischer, technischer und logisch denkender Mann. Er ist die Liebe in Person, aber hat für Formen und Farben, oder auch Gespräche die von Gefühlen handeln, sehr wenig am Hut. Aber, das muss ich auch sagen, er ist trotz allem ein sehr gefühlvoller Mann, der mir dieses tagtäglich auf seine eigene, liebenswerte Art, ohne viele Worte offenbart.

Trotzdem waren wir bisher so in unserem privaten Handeln aufgeteilt, dass er der Motor war und ich der Treibstoff, dass ich gedacht habe und er gemacht hat. Immer ausgleichend als Übersetzungsprogramm durch Gespräche und Worte die erzählten aus der jeweils individuellen geistigen und zuweilen spirituellen Welt. Sozusagen war, um beim Motor zu bleiben, das Gespräch unsere Kupplung und die Geschichten die Zündkerze mit Vergaser… 😉 

Oder auch anders ausgedrückt, dass ich es war, die gefühlt hat, erklärt hat in der Übersetzung mit Symbolen oder Geschichten, was ich aktuell oder situationsbedingt fühle und warum ich es fühle und er es dann so voller Vertrauen übernommen hat, um diese emotionalen Bauchbilder so zu sagen, in seinem Leben zu integrieren und unser Auto zum Fahren gebracht hat. 😉

Seit einigen Wochen aber bemerke ich eine kolossale Veränderung in ihm. 

Früher war es so, dass ich während einer alltäglichen Routine-Fahrt in die Stadt oder in jedem anderen Ort am Wegesrand die kleinsten Blümchen sah, während er eher nur die Straße, die Schilder,und andere Verkehrsteilnehmer wahrnahm. Grundsätzlich ist das ja auch gut so.

Weiterhin fühlte ich ob dieser Ort für mich gut, oder schlecht, oder generell eine gute oder schlechte Ausstrahlung hat. Auch darauf hat Rolf sich im übrigen immer sehr verlassen und ich bemerkte immer mehr, dass meine emotionale Übersetzung dazu in Bildern und Geschichten zu den Sichten auf seine Welt für ihn immer wichtiger wurden, wenn er abends nach anstrengendem Tagewerk nach Hause kam und von seinen Mitmenschen und Erlebnissen im Vertrauen erzählte. 

Auf die Frage, „wie er denn darauf kommt, alles was ich so aus dem Bauch heraus erzähle, dem entsprechend vorbehaltlos anzunehmen?“ 

Darauf erwiderte er mir ganz einfach sinngemäß in etwa nur, „dass er bisher niemals erlebt hat, dass meine Gefühle für etwas oder gegen etwas falsch gewesen seien. 

Auch mein erster Eindruck, oder in Gesprächen Eindrücke von Menschen und Gefühlen oder gar von Lügen und von bestimmten Orten und Begebenheiten wären immer richtig gewesen bisher. Daher würde er sich auf mich einfach nur verlassen. Da er weiß, wie sehr ich ihn liebe, wäre das wohl auch kein Problem. Wenn es denn doch falsch sei, sei ja nichts passiert, außer dass er etwas beeinflusst gewesen wäre. Das könne man dann ja korrigieren. Bisher wäre das aber nicht nötig gewesen, da alles passte.“

Ich weiß, dass ich über dieses große Vertrauens- und auch Liebes-Zugeständnis ein paar Tropfen von meinen kostbaren Glückstränen damals nach diesen Worten von Rolf zu mir, vergossen habe. Es machte meinen Tag strahlender und viel, viel heller. 

Aber nun zurück, zur Veränderung meines Mannes, von der ich ja berichten möchte. 

Zur Zeit sind wir auf Wohnungssuche. Wir konzentrieren uns in einem Umkreis von 20 km an um den hessischen Ort Herborn herum, um dort eine geeignete Wohnung mit großem Garten für meine Hortusianer-Ambitionen und meine Thüringer Barthuhn Hühner mit meinen beiden Blata-Zwergpudeln zu bekommen.

Für uns heißt das also links aus Gießen-Wetzlar kommend Richtung Herborn-Dillenburg von der Autobahn und der Eisenbahntrasse weg, im oberen darüber liegenden Westerwald zu suchen, oder rechts von der Autobahn ausgehend als Richtungsteiler im biodiversitätsreichen Aartal etwas schönes und schadstoffarmes zum Wohnen und Leben zu suchen. Soweit ich es weiß, liegt beides im schönen Lahn-Dill-Kreis.

Der Westerwald gefällt mir ja sehr gut. Dort gibt es zahlreiche Magerwiesen, Waldweiden und vor allem tolle Selbstversorger mit Lädchen und Biohöfe, aber auch eine Fülle von Wildblumen und Kräutern mit den entsprechenden ausgleichenden Insekten. 

Ein Paradies für Menschen, die nichts mit Pestiziden am Hut haben. Oder, so wie ich, darunter gesundheitlich sehr stark leiden. 

Der Nachteil ist eben in dieser Region, dass es dort etwas kälter ist, wasserreicher, auch etwas dunkler und etwas stürmischer ist. Auch die Menschen scheinen sich dem bis zum rollenden Gewitter androhenden R einschließlich anzupassen. Der Westerwald eben.

Ich bin fasziniert von der Gegend, da sie mich an die von mir sehr geliebte Eifel mit ihrer wunderschönen Vulkan- und Maar-Landschaft in der eben so artenreichen und pestizidarmen Vulkan-Eifel rund um Daun (❤️), Bittburg und Gerolstein erinnert.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich, wenn ich durch diese Gegend fahre, ein, wie ich es nenne, „unfreundliches Gefühl“ habe. Zugeknöpft, eingemummt, versteckt… 

Ein unbekanntes, ein dunkles Loch, dass ich nicht mit Farbe in meiner Fantasie ausfüllen kann, wenn ich an diese Landschaft denke. Im Gegensatz zur rauen Eifel, wo ich das sehr gut kann.

Dagegen dann das Gefühl und die Symbole, die ich sehe, wenn wir in die Richtung des Aartales von Mittenaar bis rüber zu den Orten der Gemeinden Hohenahr, Lohra und der Gemeinde Biebertal in den Gießener Raum fahren.

Auch hier gibt es karge, artenreiche Magerwiesen, wunderschöne vielfältige Kräuter und Blumen. Teilweise Gott sei Dank schon PESTIZIDFREIE REGIONEN…

Die Flora und Fauna scheint hier, weitreichend um den Dünsberg und den Aartalsee in Ordnung zu sein.

Doch auch hier habe ich Gefühle und Sichten, die aus dem Bauch heraus kommen.

Im Vergleich zum Waldeckschen Upland und dem Edersee mit dem Bad Wildunger Vorland und dem lieblichen Fachwerk betonten Kasseler Landkreis und dem wundervollen Schwalm-Eder-Kreis mit Homberg (Efze)❤️, Fritzlar und Melsungen als Kleinstädtischer Augenschmaus, sowie seinem Knüll-Gebirge mit den wundervollen wasserreichen Wäldern und Kegelvulkanen, kommt natürlich der Aartalsee für mich persönlich landschaftlich reizvoll überhaupt nicht mit. Es ist eben nur die zweite Heimat. Es fühlt sich bekannt, vertraut, aber nicht verwandt an… 😉 

Doch trotzdem ist da etwas, was mich magnetisch anzieht. 

Wenn ich durch diese Gegend fahre, von (Dorf) Offenbach, Bicken, Bellershausen, Mudersbach, Großaltenstädten, Altenkirchen, Kirchvers, Erda, Krumbach, Fellingshausen, über Hohensolms, Königsberg und Bieber, dann sehe ich plötzlich sehr helle Stellen. 

Man könnte meinen, diese Orte, so klein und abgelegen sie erscheinen, sind vom Sonnenschein bestrahlt und glänzen golden. 

Dazwischen in diesen Momenten meiner Bauchgefühle und Sichten fühle ich Fruchtbarkeit von Pilzen, Walnüssen, Obstbäumen, von Kräutern Wiesenblumen und anderen Dingen. 

Gesundheit und Sommergefühle strotzen per Gefühl und Bauchsicht aus allen Fasern dieser magisch anmutenden, positiven Gegend. 

Besonders deutlich wird mir das, wenn wir zwischen Großaltenstädten und Hohensolms in den Hohlwegen die vielen Ziegen, Schafe und Kühe beobachten bei unseren wenigen, aber intensiven und sehr begehrten Spaziergängen, die zwischen den Arbeiten meines Mannes liegen.

Bisher habe ich hier an diesen Orten und Stellen auch die meisten Blumen und Kräuter Samen und Ableger und Früchte von Sträuchern und Bäumen für meinen eigenen Wildgarten und für weitere Renaturierungen und Nektartankstellen, die ich in meinem Leben noch initiieren möchte, ernten können.

Oder Kirchvers und Krumbach… 

… winzige Örtchen, verschlafen, wie im Dornröschenschlaf, doch ich fühle Kreativität, sehe Kunst, aber auch Holz, Steine, Glas, Wildtiere, Obst und Gemüse. 

Gestern aber kann mein Mann von Biebertal zu mir nach Hause in unser Wettesingen gefahren, und erzählte mir von einem Haus, dass er sich angesehen hat für uns.

Als er mir ausführlich darüber berichtet hatte, wurde er plötzlich sehr still und nachdenklich. Er sah mich an, und sagte:

“Ich glaube ich kann dich nun gut verstehen. Wenn ich in den Westerwald fahre, oder zwischen Wetzlar und Herborn mir Orte ansehe, dann habe ich ein ungutes Gefühl. Es ist so, als sei dort alles sehr traurig und dunkel. 

Irgendwie komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass wir von Biebertal bis Herborn auf der Seite des Aartalsees etwas zum Wohnen suchen müssen. 

Ich kenne dieses Gefühl gar nicht, auch die Bilder die mir kommen und Farben, kann ich noch nicht gefühlsmäßig deuten und zuordnen. 

Da du mir davon aber immer erzählt hast, macht es mir keine Sorge damit umzugehen, denke ich, und dass ich nun auch anfange, genau so wie du zu fühlen und zu sehen. 

Schließlich hast du mir ja oft genug erklärt, was zu deinen Gefühlen und Gedanken für Bilder in dir aufsteigen, und wie du diese für dich interpretierst, oder danach handelst.

Wahrscheinlich ist es so, dass das Gleiche nun auch in mir und mit mir passiert. Vielleicht sollte auch ich nun darauf gut hören.“

Seit gestern denke ich über diese Worte von meinem Mann nach. 

Sie klingen in mir wie eine wundervolle Melodie. Ist es nicht wunderschön, wie man sich immer mehr versteht in einem doch so kurzen Menschenleben, in dem man so unterschiedlich vom Charakter, oder überhaupt vom Menschsein eigentlich ist und gefühlt leider nur einen Wimpernschlag gemeinsam lieben, leben und erleben darf. 

Natürlich haben wir Schnittpunkte bei unserer beider Liebe. 

Zusammen mit unserem gemeinsamen Vertrauen zueinander, erschaffen wir diese Berührungspunkte unserer Lebenskoordinaten, um das, was nicht gleich zu sein scheint, zu überwinden. 

Dann ergänzen wir uns einfach nur prima oder lassen uns Freiräume im willkommenen und oftmals sehr positiv bereichernden Andersein.
O. k., vielleicht sind wir uns äußerlich nicht besonders ähnlich, behaupte ich einmal. Obwohl wir lustigerweise auch da schon andere Meinungen zu hörten:

Schwingungen, Ausstrahlung, all das scheint auf andere eher als Einheit zu wirken. Für manche Menschen sicherlich be- oder erdrückend, für andere ansteckend, wohltuend, auftankend. 

Für uns gespürter Alltag, aber sehr wohl mit großer Achtsamkeit und Dankbarkeit bedacht. 

Ich in meiner Andersartigkeit zu Rolf bin rein äußerlich, bisher zumindest, immer sehr schmal und klein, quirlig – wenn ich nicht von Schadstoffen ausgebremst werde – kreativ, offenherzig, mutig, zuweilen kindlich mit Optimismus und Dankbarkeit gesegnet und sehr emotional und empathisch. 

Mit Worten und Taten allgemein und schriftlich und sozial engagiert oft euphorisch und überbordend, gefühlvoll, mit der Tür ins Haus fallend, doch mit Gefühlen und Worten für andere Menschen immer mehr in Schriftform aktiv, als in alles zu Tode beredenden Sätzen, die ich in Gefühlsdingen sonst nicht mehr stoppen kann. 

Er dagegen besonnen, abwartend, überlegt, geduldig, vorsichtig, durchdacht, pragmatisch, logisch, aber trotzdem auch gesellig, albern, beständig, sprudelnd, freudig, frisch, fröhlich, frei, witzig, charmant… 

Doch die Art, wie wir anfangen miteinander zu denken, miteinander zu reden, miteinander zu fühlen, miteinander zu träumen, hat nun durch seine Erkenntnis um die Erweiterung seiner Sinne plötzlich eine total andere Dimension angenommen.

Ich empfinde dieses Geschenk als wunderbare Bereicherung und einen weiteren Schritt unserer forschenden und immer neu sich definierenden Liebe.

Ich vergleiche die Liebe allgemein und bei uns insbesondere immer mit zwei Mühlsteinen, die frisch aus dem Fels geschlagen, bearbeitet und behauen von einem Steinmetz, mit individuellen Spuren von herausragenden Steinchen und Einschlüssen, als Mühlsteine, die in einer Mühle zum Mahlen von Korn zusammengebracht werden.

Über die vielen Jahre schleifen sie sich aneinander, sind derart scheinbar ungleich, doch trotzdem nur füreinander gemacht und schleifen sich über die Zeit des miteinander Mahlens derart langsam aufeinander ein. 

Jedes Steinchen erschafft im gegenüberliegenden Mühlstein eine passende Rille. So wird denn aus zwei Müllsteinen ein wunderbar harmonierendes, ineinandergreifendes Ganzes. 

Diese Symbiose beherrscht und beinhaltet durch seine tägliche Arbeit aneinander und zueinander in ihrem stetigen Mahlwerk eine Fruchtbarkeit, die auch anderen Individuen wieder nützlich ist: Das Korn wird zu Mehl und das Mehl wird zu Brot und sättigt die Menschen, die den Felsen für die beiden Mühlsteine erkannten und später bearbeiteten. 

Hier schließt sich der Kreis, alles wird rund und jeder Anfang nimmt ein Ende, um einen Anfang zu erschaffen!

Ich hoffe, dass manche von Euch verstehen, was ich so kompliziert immer wieder versuche als Erklärungen in Geschichten und Bilder gepackt, schriftlich zu erklären. 

Es ist sicher nicht leicht. 

Aber anders kann ich mein facettenreiches, buntes, klangvolles Innenleben nicht übersetzen, als mit dem Instrument der Farben und Klänge. Für mich ist das die Ursprache allen Seins. 

Schön, dass es Euch gibt. Hab(t) Euch lieb! 

©®CWG, 27.10.2016 




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Autor:

©®CWG = PESTIZIDFREIE REGION und OCULI & AURIS - GRÜNDERIN UND REPRÄSENTANTIN, HORTUSIANERIN, BLATA-ZWERGPUDEL & HÜHNER FREUNDIN, ÖKO- DENKENDE, HANDELNDE UND SCHREIBENDE GEWISSENSCHAFTLERIN, BLOGGERIN, VERGIFTUNGSFOLGEERKRANKTE, OPTIMISTIN, MUTTER, STIMME DER NATUR!

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